Das Fama-Areal im Zentrum von Kölliken war am letzten
Samstag einmal mehr Schauplatz einer interessanten Feuerwehrübung. Die
Jungscharen „Jukosa" (Kölliken) und „Polar" (Muhen) der
evangelisch-methodistischen Kirche wurden einen Nachmittag lang in das
Feuerwehrhandwerk eingeweiht. Möglich machten dies die Leiter Roland Müller und
Michael Müller, die beide aktiv in der Feuerwehr Kölliken eingeteilt sind. „Wir
wollten die Jungs und Mädchen nach diesem langen Winter hinter dem Ofen hervor
ins Freie locken", begründete Roland Müller die etwas ungewöhnliche Uebung. Dies
ist ihnen auch gelungen, liessen sich doch gegen 40 Kinder und Jugendliche im
Alter von acht bis 15 Jahren von dieser guten Sache überzeugen. An vier Posten
erlebten sie hautnah, wie eine Feuerwehr im Grundsatz funktioniert. Einmal den
Knopf für das Feuerwehrhorn drücken, einen richtigen Funkspruch absetzen, die
Geheimnisse der Atemschutzausrüstung erfahren und mit Taucherbrille und Rucksack
eine Puppe in totaler Finsternis finden und retten, das waren die Highlights der
ersten beiden Posten. Beim Löschparcour konnten die Kinder nach Herzenslust
Wasser spritzen, erfuhren aber auch viel Wissenswertes über das
Tanklöschfahrzeug. Das Treffen eines Tennisballes auf 20 Meter mit dem
Schnellangriff oder dem Hohlstrahlrohr verlangte viel Geschicklichkeit. Die
Aufgabe wurde von allen mit Bravour bestanden. Wettkampfstimmung kam beim
vierten Posten auf. Beim Anziehen von Stiefel, Hose, Jacke, Helm und
Rohrführergurt unter Zeitdruck erlebten die Jungschärler, dass es bei einem
Alarm auf jede Sekunde ankommt. Zu guter Letzt demonstrierten die
Feuerwehrangehörigen eindrücklich, was passiert, wenn ein Oelbrand in einer
Pfanne mit Wasser gelöscht wird. Die entstandene riesige Flamme hält wohl
zukünftig jeden Jugendlichen davon ab, dies am eigenen Herd auszuprobieren.
Roland Müller zog am späteren Nachmittag ein überaus positives Fazit. „Die
Sensibilisierung für die Belange der Feuerwehr dürfte uns gelungen sein",
stellte er zufrieden fest. Ebenfalls befriedigt zeigte sich Kommandant Thomas
Huber, der spasseshalber gleich die Eintrittsformulare verteilen wollte.
(som)