| Bericht : |
Feuerwehreinsatz
im „Zeitlupentempo“
Kölliken
Aussergewöhnliche Hauptübung der Feuerwehr fand viel Beachtung
Um gute Ideen ist die
Feuerwehr Kölliken nie verlegen. So auch am vergangenen Samstag, als
eine Einsatzübung wie nach einem Drehbuch durchgespielt wurde. Die
Besucher konnte dadurch dem Ablauf dank gewollter Unterbrechungen
jederzeit folgen.
Einmal mehr durfte Feuerwehrkommandant
Thomas Huber viele Gäste, Schaulustige, Wissbegierige und
Feuerwehrfachleute zur alljährlichen Hauptübung begrüssen. Vom Knirps
bis zum betagten Feuerwehr-Oldie nahmen etliche Besucher die Gelegenheit
wahr, der Feuerwehr über die Schulter zu schauen. Vizekommandant Hans
Leuenberger hatte die Ehre, seinen wohl letzten Einsatz in seiner
Feuerwehrkarriere zu leiten. „Regisseur“ Alex Franz übernahm die
Aufgabe, die durchgeführten Aktionen live zu kommentieren und die
Zuschauer über den Fortschritt der Arbeiten auf dem Laufenden zu halten.
„Brand in der Tiefgarage am Dorfbachweg 13“ hiess die fiktive
Alarmmeldung, die das ganze Prozedere auslöste. Am Schadenplatz
angekommen, erfuhren die Besucher, dass sich der Einsatzleiter vorerst
einen
Überblick
über die Lage zu verschaffen hat, seine Entschlüsse über die Form des
Einsatzes fasst, den Kommandostandort auswählt und dem Feuerwehrkader
die auszuführenden Arbeiten befehligt. Nach dem Eintreffen des
Tanklöschfahrzeuges, dem Einrichten des Schnellangriffs und der
Verlegung der ersten Druckleitungen für die Brandbekämpfung gabs für die
Schaulustigen eine kurze Unterbrechung, um in die Nähe der Hauptstrasse
zu gelangen. Dort wurde die einseitige Sperrung der Hauptstrasse durch
die Verkehrsgruppe in Echtzeit vordemonstriert. Auch dieser Vorgang kann
normalerweise nicht in aller Ruhe beobachtet werden. Nachfolgend
erfuhren die Besucher Interessantes über die Aufgaben der Elektriker,
deren Aufgaben wie Abschaltung der Stromzufuhr meist im Hintergrund
erledigt werden. Nicht minder wichtig ist die Arbeit der Sanität. Auch
über diese Obliegenheiten wie beispielsweise das Einrichten eines
Verwundetennestes wurde man aus erster Hand informiert . Die nächste
„Filmsequenz“ gehörte den Atemschützern. Alex Franz erläuterte in
verständlichen Worten deren Aufgaben von der Bereitstellung über das
Absuchen der rauchgeschwängerten Räume bis zur eigentlichen
Personenrettung. Manche dürften von Begriffen wie Truppführer oder
Truppüberwacher und deren Funktionen wohl das erste Mal gehört haben.
Nach einem weiteren „Break“ hatten die Maschinisten Gelegenheit, ihr
Können unter Beweis zu stellen. Es galt, die Anhängeleiter für die
Bergung eines Patienten aus dem zweiten Stock ideal zu positionieren.
Die Besucherschar erfuhr zuerst aus kompetentem Mund, wie eine
steigunfähige Person mittels Rettungsschlitten geborgen wird und erlebte
das Szenario danach live. Nach rund zwei Stunden ging die
„Filmvorführung“ zu Ende und viele Gäste nahmen nach der
Übungsbesprechung die Gelegenheit wahr, sich im Feuerwehrlokal zu
verköstigen und den Smalltalk mit den Feuerwehrangehörigen zu pflegen (som).
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